Nachdem ich euch mit meinem letzten Rezept nach Frankreich mitgenommen habe, wird es heute orientalisch: es gibt „Nān-e Barbari“, ein persisches Fladenbrot mit Sesam. Wer bei dem Namen an Barbaren denken muss liegt gar nicht so falsch, denn das Brot wurde ursprünglich von den aus Afghanistan stammenden Hazara gebacken, die im fernen Teheran tatsächlich als Barbaren bezeichnet wurden. Ganz so wild, wie der Name vermuten lässt, ist das Brot allerdings nicht…

PersischesFladenbrot2

Das Brot ist, ähnlich wie mein Bauernbrot, sehr einfach zu backen, auch für Hefeteig-Anfänger. Es ist allerdings auch hier Geduld gefragt, denn das Brot muss insgesamt zwei Stunden gehen. Besondere Zutaten werden nicht benötigt; das Brot besteht lediglich aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Öl. Ich empfehle euch, tatsächlich einen Würfel frische Hefe zu verwenden und nicht auf Trockenhefe auszuweichen, weil das Fladenbrot mit der frischen Hefe schönere Poren entwickeln kann. Es ist auch wichtig, dass ihr den Teig tatsächlich etwa zehn Minuten wirklich gut durchknetet, damit genug Luft in das Brot kommt.

Zu dem Fladenbrot esse ich sehr gerne entweder Hummus oder einen Tahine-Dip. Bei Tahine handelt es sich um eine Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern, die es im Glas in jedem türkischen oder arabischen Supermarkt geben sollte. Manchmal wird Tahine auch als Tahini oder Tahin bezeichnet, da es aus dem Arabischen kommt und die Vokale in der Sprache anders „funktionieren“ als unsere.

Für einen Dip rührt ihr einfach 4 EL Tahine in 250ml Naturjoghurt (besonders cremig wird es auch mit türkischem oder griechischem Joghurt), fügt noch 1 EL  frisch gepressten Zitronensaft und 1 EL Koriander hinzu und schmeckt den Dip dann mit etwas weißem Pfeffer und Salz ab. Wenn ihr ihn dann noch bis zum Servieren im Kühlschrank stehen lasst, können sich die Aromen optimal verbinden. Zu dem Dip schmecken auch Karotten oder Staudensellerie sehr gut und auch mit Crackern ist er einfach lecker.

PersischesFladenbrot3

Um auf das persische Fladenbrot zurückzukommen: ich bestreue es vor dem Backen mit Sesam, jedoch kann ich euch auch Schwarzkümmel wirklich sehr empfehlen. Hier nun das Rezept:

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Persisches Fladenbrot mit Sesam
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Ein luftig-lockeres Fladenbrot mit knuspriger Kruste und Sesam
Portionen
4 Fladen
Kochzeit Wartezeit
20 Minuten 2 Stunden
Portionen
4 Fladen
Kochzeit Wartezeit
20 Minuten 2 Stunden
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Persisches Fladenbrot mit Sesam
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Ein luftig-lockeres Fladenbrot mit knuspriger Kruste und Sesam
Portionen
4 Fladen
Kochzeit Wartezeit
20 Minuten 2 Stunden
Portionen
4 Fladen
Kochzeit Wartezeit
20 Minuten 2 Stunden
Zutaten
Portionen: Fladen
Anleitungen
  1. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen und eine Mulde in der Mitte formen.
  2. Die Hefe in 50ml lauwarmen Wasser auflösen (Achtung: nicht wärmer als 40°C!) und vorsichtig in die Mulde im Mehl gießen.
  3. Das Öl und die restlichen 280 ml Wasser hinzugeben und das ganze für ungefähr 10 Minuten zu einem weichen (nicht klebrigen) Teig kneten.
  4. Die Schüssel mit einem Handtuch abdecken und den Teig eineinhalb Stunden ruhen lassen.
  5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, aus dem gegangenen Teig vier gleich große Fladen formen und diese auf dem Blech noch einmal 20 Minuten gehen lassen.
  6. Den Ofen auf 250°C vorheizen. Die Fladen mit Wasser bestreichen und Sesamkörner (alternativ: Schwarzkümmel) darüberstreuen.
  7. Die Fladen 15 bis 20 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen. In einer ofenfesten Schale etwas kochendes Wasser mit in den Ofen stellen, damit die Krume knusprig wird.
Rezept Hinweise

Die Fladen werden (zumindest in meinem Ofen) nicht wirklich goldbraun, sondern bleiben leicht blass. Ihr dürft sie trotzdem nicht zu lange backen, da sie sonst trocken oder hart werden.

 

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Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Signatur Victoria

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